
Jerome Lebosard
Ein Trunkenbold und Nichtsnutz.
So würde ihn die Gesellschaft titulieren.
Dabei war er einmal ein so süßes Kind.
Als Baby genoß er schon die Liebe seiner Mama, das Gefühl das Ihn später nie wieder begegnen sollte. Geboren und aufgewachsen in einem Taubenschlag in Burscheid.
In seinen späteren Verschlägen genoss er das Ambiente seiner Kindheit. Deshalb zeigt er sich auf seinen Bildern immer mit einem Adler auf der Schulter, um nicht nur seine Komplexe zu verstecken, sondern auch, um das größte Dilemma seines Lebens zu vertuschen. Eigentlich müsste dort ein Pleitegeier sitzen. Denn zu mehr hat er es auch nie geschafft.
Sein ausgesprochen, großzügiger Egoismus brachte Ihn dann doch noch in den Kindergarten, wo er sich seiner Beliebtheit sehr bewußt war.
Das prägte Ihn dann bis zur Einschulung.
Wie er es bis dahin nur schaffen konnte, ist den Psychologen bis heute noch ein Rätsel. Selbst Sigmund Freuds Entdeckung des Unbewussten zeigt, dass viele unserer Handlungen von verborgenen Motiven gesteuert werden, die bei Jerome jedoch anscheinend nicht vorhanden waren. Jeder verarbeitet Erlebnisse, Traumata oder Gefühle auf seine ganz eigene Art und Weise.
Jerome fing an Gitarre zu lernen oder zumindest besaß er eine. Sein Leben hatte endlich einen tieferen Sinn bekommen.
Neben dem rauchen, saufen und kiffen fing er mit der Hauptstufe an, die er nie abgeschlossen hatte.
Seine Dominanz brachte Ihm die 5.
Seine Komplexe die 4.
Sein Dasein die 1.
Jetzt fragt Ihr Euch was das denn für einen Sinn macht?
Ich kann Euch sagen: gar keinen.
A Star is born
Mit den drei Akkorden (5-4-1) zog er dann los, wie Hänschen Klein der in die weite, weite Welt hinaus ging und musste in der Öffentlichkeit feststellen, dass er immer häufiger den Standort wechseln musste.
Da half nur eins, einen auf Mitleid machen und das klappte recht gut. Die Teddybären mit den Knopfaugen ließen sich in Köln gut verkaufen und davon konnte man hervorragend leben.
Ein Paradies für brotlose Künstler. Klasse!
Endlich befand er sich auf den Höhepunkt seine Karriere bis dann … .
Zeitsprung 20 Jahre später
Giordano Unesco trat in sein Leben. Er platze dort ein – wie eine Bombe und brachte das mit was Jerome sein ganzes Leben vermisst hatte.
Lebensmut, Freude und Heiterkeit. Seine Bescheidenheit prägte sein Erscheinungsbild, dass man nur erleben aber nicht beschreiben konnte.
Giordano Unesco ein stattlicher Kerl. Das Gegenteil von Jerome, eben eine Persönlichkeit mit Tiefe und einem glasklaren Verstand.
Man sagt nicht umsonst Gegensätze ziehen sich an.
Giordano brachte die Zahlen 2-3-6 mit was heißt, dass er auch nicht besser Gitarre spielen konnte als Jerome, nur er konnte es besser überspielen. Mit einem Lächeln und rätselhaften Bewegungen konnte er vom Geschehen perfekt ablenken und so Jerome seine tiefsten Abgründe unterschieben.
Die Moll Akkorde waren ja auch mehr was für Giordano.
Der Klang der Liebeslieder ließ sich so in einer Perfektion in die Ohren seiner Anhänger spielen, das seinen Tatendrang nach Mehr anspornte.
Nach dem Motto: Schlimmer geht immer.
Mit 6 Akkorden eroberten Sie die Welt.
Ihre kleine Welt in einer Küche in Düsseldorf, denn da hat alles begonnen.
Eine Freundschaft ward geboren.
Kitchenrock sind: Jerome Lebosard & Giordano Unesco
Chief Rock Officer (CRO)
Umberto Lambrusco